Aktives Stadtzentrum Müllerstraße
Im Frühjahr 2008 wurde durch das Büro Jahn, Mack & Partner für einen Teil des jetzt zu untersuchenden Gebiets um die Müllerstraße im Rahmen eines Wettbewerbs zum Bund-Länder-Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ ein städtebauliches Entwicklungskonzept zusammen mit Akteuren und Händlern der Straße erarbeitet und durch das Bezirksamt Mitte beschlossen. Als Ergebnis dieses Wettbewerbs wurde die Müllerstraße ab 2009 in das Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ aufgenommen, sodass bis 2015 rund 1. Mio. Euro jährlich für die Aufwertung des Zentrums zur Verfügung stehen.
Das Förderprogramm Aktive Stadtzentren ist Teil der Programmfamilie der Städtebauförderung. Es ergänzt die bereits erfolgreichen Programme Soziale Stadt, Städtebaulicher Denkmalschutz, Sanierung und Entwicklung sowie Stadtumbau und setzt neue Schwerpunkte. Investitionen und investitionsvorbereitende Maßnahmen fördern der Bund und Berlin in ausgewählten Gebieten, die im besonderen Fokus der Stadtentwicklung stehen. Das neue Programm zielt darauf, die Berliner Zentren und Geschäftsstraßen für die ansässige Bevölkerung und für die Nutzerinnen und Nutzer, aber auch für private Investitionen attraktiver zu machen.
Das Programm Aktive Stadtzentren startete in Berlin im Jahr 2008 mit den Zentren Marzahner Promenade und Turmstraße. Im Jahr 2009 wurden daraufhin die Müllerstraße, die Karl-Marx-Straße und die City West in das Programm aufgenommen.
Ziel ist, die Müllerstraße als attraktives, wirtschaftliches Zentrum zu stärken, neue Potenziale durch Mitwirkung und Partnerschaften vor Ort zu erschließen und sie gleichzeitig als Ort des Wohnens, der Bildung, Kultur und der Freizeit zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Unter dem Slogan „An der Müllerstraße den Wedding neu entdecken“ wurden in einem dreimonatigen Prozess zusammen mit einigen Akteuren wie den Kirchen, Karstadt, dem Cittipoint oder auch den Marktbetreibern der Märkte auf dem Leopoldplatz wichtige Projekte zur Stärkung des Zentrums zusammengetragen. Diese waren z.B. die Verbesserung der Sauberkeit und Gestaltung des öffentlichen Raumes in der Müllerstraße, die Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem Leopoldplatz und dem Platz vor dem ehemaligen Rathaus Wedding, die bessere Anbindung der Beuth Hochschule für Technik (ehemals Technische Fachhochschule) an die Müllerstraße aber auch die Durchführung einer Imagekampagne unter Berücksichtigung der vielfältigen kulturellen Einflüsse sowie der Aufbau eines Geschäftsstraßenmanagements für die Einkaufsstraße.
Das Konzept für die Müllerstraße von 2008 können Sie unter Downloads herunterladen.
Weitere Informationen zum Förderprogramm “Aktive Stadtzentren” und zu den Programmgebieten in Berlin finden Sie auf den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, zu Aktive Stadtzentren bundesweit können Sie sich bei der Bundestransferstelle “Aktive Stadt- und Ortsteilzentren” informieren.
Sie können sich das folgende Bild zur Gebietskulisse des Aktives Stadtzentrums und Sanierungsgebietes (siehe unten) durch Klick darauf herunterladen (PDF – 2,5 MB). Eine Karte zu den Gebietskulissen finden Sie auch auf der Downloadseite.
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Vorbereitende Untersuchungen für die Müllerstraße
Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – Referat IV C Stadterneuerung – und des Bezirksamtes Mitte wurden von Juni 2009 bis Februar 2010 für das Gebiet um die Müllerstraße „Vorbereitende Untersuchungen“ (VU) zur Stadterneuerung durchgeführt. Der dabei entstandene Bericht liefert die nach Baugesetz notwendige Begründung für die förmliche Festlegung eines möglichen Sanierungsgebiets, das wiederum notwendig ist, um dauerhaft die Fördermittel aus dem Programm „Aktive Stadtzentren“ bei Bund und Land abrufen zu können.
Das Gebiet für die Vorbereitenden Untersuchungen umfasst den Abschnitt der Müllerstraße zwischen Transvaalstraße/ Barfusstraße und Fennstraße. Die nordöstliche Grenze verläuft parallel zur Müllerstraße in Blocktiefe. Die westliche Grenze des Gebietes führt vom S-/U-Bahnhof Wedding entlang des Bahngeländes bis zur Tegeler Straße, Triftstraße, durch die Amrumer-, See- und Lüderitzstraße. Das Aktive Zentren Gebiet von 2008 ist Teil dieses Untersuchungsgebietes und kann sich mit Festlegung des Sanierungsgebietes noch einmal verändern.
Das Untersuchungsgebiet ist geprägt durch eine überwiegend wohngenutzte gründerzeitliche Blockstruktur, durchbrochen von großen Grundstücken, die mit öffentlichen und gewerblichen Gebäuden bebaut sind, wie z.B. das Rathaus Wedding, Schulen, die Beuth Hochschule für Technik Berlin, das Institut für Lebensmitteltechnologie und das Zuckermuseum. Es gibt mehrere öffentliche Stadt- und Spielplätze. Andere großflächige Nutzungen grenzen unmittelbar an das Untersuchungsgebiet, wie der Charité-Campus Virchow, das Institut für Brauerei, Biotechnologie und Mikrobiologie, das Robert-Koch-Institut sowie Bayer-Schering Pharma (südlich des S-Bahnhofs Wedding).
Drei Hauptverkehrsstraßen durchqueren das Gebiet: die Müllerstraße, die Seestraße und die Luxemburger-/ Schulstraße. Das Gebiet ist durch die S- und U-Bahn sowie zahlreiche Buslinien sehr gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden.
Das 2008 erarbeitete Entwicklungskonzept zu „Aktive Stadtzentren“ diente den Vorbereitenden Untersuchungen als Ausgangspunkt und wird aufgrund der erweiterten Gebietsgrenzen jetzt im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Bezirkes Mitte durch das Stadtplanungs- und Architekturbüro Jahn, Mack & Partner überprüft und weiterentwickelt.
Schwerpunkt der vorgeschlagenen Maßnahmen ist nicht die Sanierung und Modernisierung von Wohnungen. Viel mehr liegt der Fokus auf investiven Maßnahmen im öffentlichen Raum insbesondere entlang der Müllerstraße.
Durch das Instrumentarium einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme (Sanierungsgebiet) können auch Mittel aus anderen Förderprogrammen wie z.B. dem städtebaulichen Denkmalschutz zur Sanierung von denkmalwerter Bausubstanz und Grünflächen/ -zügen erschlossen werden.
Die für das Entwicklungskonzept zusammengetragende Maßnahmen sollen auch noch während des Umsetzungsprozesses so weit wie möglich unter Einbeziehung der vielfältigen Ideen der BürgerInnen und AkteurInnen vor Ort konkretisiert werden. Seit dem 01.04.2011 ist die Müllerstraße Sanierungsgebiet (12. Verordnung).
Zum Untersuchungsgebiet Müllerstraße finden Sie auf diesen Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin weitere Informationen.
Beteiligung
Für die Umsetzung der Projekte innerhalb des Programmzeitraumes sollen dauerhafte Beteiligungsstrukturen und Mitwirkungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger aufgebaut werden. Den Beginn hierzu bildete die Wahl einer Stadtteilvertretung auf der Auftaktveranstaltung am 1. Oktober 2009. (Mehr hierzu finden Sie auf unserer Seite zur Stadtteilvertretung.)
Auch die Weiterentwicklung der Kernprojekte soll unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erfolgen.
Auf unserer Veranstaltungsseite informieren wir regelmäßig über das Geschehen im Fördergebiet, sowie der Möglichkeit an einzelnen Projekten mitzuwirken.
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Senatsbeschluss zum Sanierungsgebiet Müllerstraße
Am 15. März 2011 hat der Senat von Berlin mit der 12. Verordnung über die förmliche Festlegung von Sanierungsgebieten das Sanierungsgebiet Mitte-Müllerstraße beschlossen und für dieses Gebiet das Bund-Länder-Programm Aktive Zentren als Leitprogramm ausgewiesen. Die Verordnung wird jedoch erst mit der Kenntnisnahme des Berliner Abgeordnetenhauses und der Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungblatt des Landes Berlin rechtskräftig werden (förmliche Festlegung).
Grundlage für den Senatsbeschluss bildeten die Vorbereitenden Untersuchungen, die im Februar 2010 abgeschlossen wurden und belegen, dass das Gebiet rund um die Müllerstraße strukturelle Mängel und Funktionsschwächen aufweist. Mit dem Programm Aktive Zentren soll dem entgegengewirkt werden und die Müllerstraße als attraktiver Wirtschaftsstandort und gleichzeitig als Ort des Wohnens, der Kultur und Freizeit gestärkt werden.
Mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes Mitte-Müllerstraße wird die Voraussetzung geschaffen, dauerhaft Städtebaufördermittel einsetzen zu können. Vor diesem Hintergrund wird der Bezirk Mitte und das Prozessmanagement Jahn, Mack & Partner in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Gewerbetreibenden vor Ort an der erfolgreichen Umsetzung des Entwicklungskonzepts für das Aktive Stadtzentrum Müllerstraße arbeiten. Das Sanierungsgebiet ist auf 15 Jahren befristet.
Neben dem Gebiet Mitte-Müllerstraße wurden sechs weitere Sanierungsgebiete in den Bezirken Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Spandau beschlossen.
Die 12. Verordnung über die förmliche Festlegung von Sanierungsgebieten und ein Plan zur Abgrenzung des Fördergebietes können Sie unter Downloads (Allgemeine Informationsmaterialien) herunterladen.
